Das erste Date ist meist etwas prickelnd, aufregend und leider oft überladen mit Erwartungen – gerade dann, wenn wir einen anderen Menschen kennen lernen, der genau wie wir die große Liebe sucht. Die wahre Liebe zu finden, ist nichts, was von heute auf morgen passiert. So dauert auch das Suchen mal etwas länger und erfordert Geduld und Offenheit. Geduld mit sich selbst und anderen Menschen, denen wir uns öffnen. Besonders spannend sind da natürlich Blind Dates. Es kann ein totaler Reinfall sein, oder die Nadel im Heuhaufen.
Deswegen vereinbart man ein erstes Date am besten zu einem Café oder einem kleinen Essen. Ein neutraler Ort, den beide gut erreichen können – nichts zu persönliches. Wer beim ersten Date schon die eigene Wohnung ins Spiel bringt, sagt soviel wie: “Ich bin richtig horny.”. Das kann in einigen Fällen auch gut gehen. Die meisten Menschen beschnuppern sich aber lieber erst etwas. Die Chemie soll ja stimmen.
Wenn es überhaupt zum Date kommt und das ganze Unterfangen nicht schon am Verabreden scheitert. Da gibt es die besten Geschichten. Ein Mann, der der Frau sagt, sie solle nicht zuviele Sachen mitbringen – das ist noch alles von der alten da und die Schürze passe ihr bestimmt auch. Diese Frau wollte leider nicht gleich bei ihm einziehen. Also beim Verabreden, noch nicht zuviel von den lang ausgemalten Traumvorstellungen verbreiten – der andere hat vielleicht auch welche und zu lieben bedeutet ja auch Kompromisse finden. Am besten läufts, wenn man den anderen nicht lang versucht am Telefon oder im Chat als Mensch zu erkennen, sondern sich trifft. Ein Date vereinbart, bei dem man den anderen eben wirklich beschnuppern kann.
Beim Date selbst, wird sich dann alles zeigen. In Sekundenschnelle entscheiden wir, ob ein anderer Mensch uns sympathisch ist. Dabei achten wir natürlich auf viele Faktoren. Bewusst und unbewusst. Gerade der Geruch spielt eine wichtige Rolle: kalter Zigarettenqualm und sportlicher Schweiß sind das beste Mittel für die Abwehr von jeglichen Pluspunkten. Auch das supersexy Minikleid bringt so manchen aufkeimenden Gedanken mit sich, ob sie bei jedem Date so aussieht und was sie sich davon verspricht. Also am besten nicht zu stinking und nicht zu sexy – es ist ein erstes Date, kein Schönheitswettbewerb und kein Kaffeekränzchen bei Mutti.
Das Verlieben ist am Einfachsten, wenn es Spaß macht. Deswegen redet man beim Date am liebsten über die Themen, die auch wirklich zum reden da sind. Alles andere erzählt man dann doch lieber dem Psychiater oder den Nerds im Technikforum. Das tolle am Kennenlernen ist ja auch, dass man Fragen stellen darf. Hobbies, Reiseziele und das schöne Leben sind top. Nicht zum guten Ton gehören dann eher die Religion, Politik und alles was ein schlechtes Bild auf andere Menschen wirft. “Mein Ex hat es einfach nicht mehr gebracht” ist ein garantierter Liebestöter. Am besten der oder die Ex ist erstmal völlig außen vor. Das Date soll ja keine Therapiestunde werden. Dafür gibt es Experten.
Beim Kennenlernen ist es wichtig, nicht gleich mit der Tür und den ganzen Erwartungen ins Haus zu fallen. Alles was die weitere gemeinsame Lebensplanung betrifft gehört an den Punkt, wo auch beide über Lebensplanung sprechen wollen, eben weil sie sich ein Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen können und wollen.
Das erste Date ist vielmehr ein Treffen, bei dem man einen interessanten Menschen kennen lernt und schaut, ob man sich wieder treffen möchte. Deswegen macht man hier auch noch keine großen Versprechen. Lieber auch mal eine Nacht drüber schlafen und sich dann wieder verabreden, oder eben ehrlich und direkt sagen: “Hey, das Treffen war nett aber es hat nicht Klick gemacht bei mir.” Das reicht auch aus und bedarf keiner weiteren Begründung und auch keiner Tiefenanalyse. Lieben ist nicht logisch – obwohl manche Sie als Zahlenspiel verstehen, bei dem man nur oft genug versuchen muss.
Tags:blind date, erstes date, kennenlernen, verlieben
Eine Antwort zu “Das erste “Blind Date””